Nisi - Fun - Zeitungsschnipsel

Zeitungsschnipsel


»IBM greift wieder einmal Wohnzimmer an« (FAZ vom 25.03.96, Technik & Motor):

"Apropos Anfänger: IBM verkündet, die PCs der nächsten Generation müßten "weiblicher" werden. Wer hinter den attraktiven Rundungen der S-Reihe schon den Ansatz dazu vermutet, irrt gewaltig. Mit dem Begriff weiblich drückt IBM - so wenig frauenfreundlich wie allerdings richtig - die Auffassung aus, dass Rechner künftig einfacher zu bedienen sein müssen. Auch wenn das mangelnde Zutrauen in feminine Geisteskraft ziemlich uncharmant gegenüber den im Umgang mit dem Computer gleichermaßen begabten Frauen ist, die Überlegung spricht fuer den wirtschaftlichen Sachverstand der IBM-Manager: In Deutschlands Haushalten schlummert ein gewaltiger Computermarkt, wenn es gelingt, die Hausfrau von Hans Meiser wegzulocken, weil sie nicht länger Megahertz fuer ein Kreislauf-Tonikum hält.

Netterweise von Thomas Roessler zugesandt. Sein Kommentar dazu:
"Ich frage mich, was wohl _dann_ aus dem Usenet wuerde...."



Fachsprachen im Alltag... (FAZ-Magazin vom 28.02.97):

"Das komplizierte Fachsprachen auch im Alltag von Vorteil sein können, demonstrierte der inzwischen emeritierte Bochumer Professor Alfred Fettweis. Als die Universität ihm keinen Spiegel für sein Arbeitszimmer bewilligen wollte, beantragte er einen »Reflektor für elektromagnetische Wellen im Bereich des sichtbaren Lichts« - mit Erfolg."



Aus einem Schlußlicht der TVMovie:

An die Eimer, hieß es bei den Dreharbeiten zu James Camerons neuem Film "Titanic". Etwa 80 Mitglieder der Crew wurden von einer rätselhaften Lebensmittelvergiftung außer Gefecht gesetzt. Gerüchte machten die Runde, das an diesem Tage ausgeteilte Fischgericht sei mit LSD versetzt worden. Was weder dementiert noch bestätigt ist.

Bei frivolem Treiben in der Sandburg verstehen einige Ordnungshüter keinen Spaß. In Spanien z.B. drohen 15000 Mark Strafe und bis zu sechs Monate Haft! Was aber vielleicht auch nicht schlecht kommt, wenn man auf Handschellenspielchen steht.



Haus- und Hofnarren

Der Bundespräsident erhielt eine ungewöhnliche Bewerbung: Trotz der Streichungen im öffentlichen Dienst glaubte ein Schauspieler im Bundespräsidialamt eine unbesetzte Stelle ausgemacht zu haben, nämlich die des Haus- und Hofnarren. Thomas Dentler vom Ulmer "Theater in der Westentasche" hat sich als "erster bundesdeutscher Haus- und Hofnarr" direkt bei Herzog beworben. Der Vorteil eines Haus- und Hofnarren bestehe darin, "daß dem Herrn die Wahrheit gesagt wird, ohne ihn zu beledigen". Er wurde abgewiesen: Herzogs Mitarbeiter seien "schon seit längerem gezwungen, die Rolle des Haus- und Hofnarren im Rotationsprinzip abwechselnd zu übernehmen".
LN Weltspiegel vom 14.05.96



Es stand im FAZ - Magazin vom 22. September 1995:
"Der Bundespostminister freut sich, wenn alle Briefe und Pakete ihr Ziel schnell und sicher erreichen. Er selbst hat da manchmal Probleme. Bei seinem jüngsten Polenbesuch versäumte Wolfgang Bötsch den Empfang durch den polnischen Ministerpräsidenten. Sein Fahrzeug, stellte sich später heraus, war dem falschen Blaulicht hinterhergefahren."



Es stand in der Bild: Funk-Schlacht" auf See - Flugzeugträger gab auf
"Sprechfunk-Protokoll auf dem amerikanischen Flugzeugträger "Enterprise". Lesen Sie mal, was alles auf hoher See passiert (jetzt von der US-Kriegsmarine freigegeben):
Station 1: "Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden."
Station 2: "Empfehle SIE ändern IHREN Kurs um 15 Grad nach Süden"
Station 1: "Hier spricht der Kommandant eines US-Kriegsschiffs. Ich wiederhole: Ändern SIE IHREN Kurs!"
Station 2: "Nein. SIE ändern Kurs!"
Station 1: "Dies ist der Flugzeugträger "Enterprise". Wir sind ein sehr großes Kriegsschiff der US-Navy. Ändern SIE Kurs - und zwar JETZT!!!"
Station 2: "Wir sind ein Leuchturm. Over to you."
Der 342 Meter lange Flugzeugträger änderte seinen Kurs."
Köstlich.

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