Nisi - Etwas zum Nachdenken - Verschiedenes

Verschiedene Schnipsel

Manche bleiben ewig Neulinge, weil sie nicht bereit sind, etwas dazuzulernen.
Heinz Röder in d.n.q



Hektischer Computer-Aktionismus bei Schul-Anfaengern

Mark Helprin, Mitarbeiter am Hudson Institute, warnt vor zu fruehem Computer-Unterricht. "Aus Angst, ihre Kinder koennten Computer-Analphabeten werden, haben Horden besorgter Eltern die Schulen in hektischen Computer-Aktionismus getrieben, so dass die Kinder Jahre damit zubringen, die Bedienung von Windows und WordPerfect zu lernen. Das aehnelt doch sehr der `Sesamstrasse`, in der Tausende von Stunden damit zugebracht werden, einem Kind in fruehester Kindheit das Zaehlen einzuhaemmern, anstatt zu warten, bis dieses Kind fuenf Jahre alt ist und das Zaehlen an einem Nachmittag lernt.

Aber waehrend die Zahlen immer die gleichen bleiben, werden Fuenftklaessler, wenn sie die Grundschule verlassen, keinen Kontakt mehr zu Windows 95 haben. Das `Unterrichten` von Computerwissen in den Schulen laesst sich mit einer Wirtschaftsakademie der 20er Jahre vergleichen, die gegruendet wurde, um das Telefonieren zu lehren: `Wenn Du das Telefon klingeln hoerst, nimm den Hoerer ab, halte ihn in die Naehe Deines Gesichts und sage Hallo?`"

(Forbes ASAP, 2. Dezember 1996)



Historiker Lothar Gall zum Chauvi des Jahres gewaehlt

Der Historiker Lothar Gall ist zum Chauvi des Jahres 1995 gewaehlt worden. Eine Berliner Jury waehlte Gall unter 18 Anwaertern aus, weil in dem von Gall herausgegebenen Band "Die Grossen Deutschen" unter 53 Persoenlichkeiten keine einzige Frau ist. In die engere Auswahl kam auch CSU-Generalsekretaer Portzner mit seinem Spruch: "Die CDU muss das Risiko eingehen und verstaerkt Frauen in die Partei einbinden."



Democracy is where you can say what you think even if you don't think.



"Heutzutage kaufen viele Leute mit dem Geld, das sie nicht haben, Sachen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."
Ernst Bloch



"Ich halte das Internet mit den grenzenlosen Kommunikationsmöglichkeiten, mit seiner anarchischen Struktur für eine der spannendsten Hausforderungen, die sich der Staat derzeit gefallen lassen muß. Schneller als wir gedacht haben, wird sich erweisen, daß der traditionelle Nationalstaat überholt ist.

Eine Rechtsordnung, die an den Grenzen eines bestimmten Territoriums endet, wird sich in einer offenen Gesellschaft immer schwerer verteidigen lassen. Ein globales Medium bekommen wir nur global in den Griff - oder gar nicht."
Edzard Schmidt-Jorzig, deutscher Justizminister



Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und quasselt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf wenn ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tische die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihr Lehrer.

Sokrates, griechischer Philosoph (um 470-399 v. Chr.)


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